Quelle: Kirchengemeinde Hesel

Grusswort

Nachricht 27. November 2017

Jubiläen


500 Jahre Reformation, 150. Gemeindebrief, 50 Jahre seit der Konfirmation, Hochzeit oder seit dem Anfang im Posaunenchor – 2017 ist ein Jahr mit mehre-ren Jubiläen: Wir haben viel Grund zum Freuen, und „Jubeln“, zum Danken ge-genüber Einzelnen und gegenüber Gott. Mit großer Treue, Hingabe, viel Auf-wand an kostbarer Zeit und Geduld setzen sich Einzelne für andere und für Gott ein. Sie bekennen sich zueinander und zu Gott. Ohne ihren Einsatz in der Ge-schichte unserer Kirche oder Gemeinde würde uns Entscheidendes fehlen. Ohne ihre vielfältigen Beiträge zum Leben in der Ehe, in der leiblichen oder geistlichen Familie wären wir um Vieles ärmer – sei es finanziell, künstlerisch-kreativ oder emotional. Im Blick auf unseren Gemeindebrief danke ich deshalb Jutta Faust-mann und Inka Krumme von ganzem Herzen für ihren Einsatz als Redakteurin-nen und Layout-Gestalterin. Ohne sie gäbe es unseren Gemeindebrief nicht in dieser ansprechenden und abwechslungsreichen Form. Herzlichen Dank auch an alle, die unsere Gemeindebriefe in den letzten 150 Ausgaben immer wieder mit interessanten Artikeln und Fotos bereichert haben!
Im „Duden. Das Herkunftswörterbuch“ (Band 7) erfahren wir, dass die deut-schen Worte „Jubel“ und „Jubiläum“ genauso wie das spätlateinische Wort „iubilaeum“ vom hebräischen Wort „yovel“ abstammen. Das bedeutet „Freudenschall“ und klingt auch noch in den Worten „jodeln“, „juchzen“ oder „jauchzen“ an. „Yovel“ heißt auch das Widderhorn, das zu Beginn vom „Yovel“- / “Hall(eluja)“- oder „Jubel-Jahr“ als Blasinstrument erklang: Dieses Jahr sollte alle 50 Jahre vom Volk Israel gefeiert werden – als zusätzliches Sabbatjahr nach 7x7 Jahren. Es begann mit dem großen Versöhnungstag. Weil Gott uns vergibt, können und sollen wir einen Neuanfang erleben, der fortan das Leben prägt: geistlich, im persönlichen Leben und im sozialen Miteinander. Wenn das Jubilä-umsjahr der Reformation auch zu Ende geht, so schenke Gott uns doch auch in Zukunft eine dauerhafte Reformation in unserer Kirche, die uns weiter prägt und verändert. Denn er hat uns versprochen: „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch!“ (Hesekiel 36,36)
Ihr/Euer Pastor Stefan Bischoff