Quelle: Kirchengemeinde Hesel

Grusswort

Nachricht 01. September 2018
Pastor Bischoff
Quelle: Pastor Bischoff

Kinder der Sonne


„Wann wird´s mal wieder richtig Sommer? Ein Sommer, wie er früher einmal war! Ja, mit Sonnenschein von Juni bis September,und nicht so nass und so sibirisch wie im letzten Jahr!“ Wie oft musste ich in den Sommerferien der letzten Jahre an dieses Lied von Rudi Carell denken! Dieses Jahr hatten wir nun endlich einen „Sommer, wie er früher einmal war!“ Vielleicht nicht so heiß wie z.B. im Juli 1959, 1976, 1983, 1994 und v.a. 2006, dafür aber mit einem Luftzug, der die Wärme richtig angenehm machte. Dazu ein blauer Himmel wie im Bilderbuch. Freibäder und Badeseen luden zur Abkühlung ein, der Garten zum Grillen, Reden und Entspannen. Die Bewegung im Freien tat Körper und Seele gut. Wer das nicht nutzte, schadete sich selbst.
Ein Vers in der Bibel nimmt diese Erfahrungen auf: „Lebt als Kinder des Licht!“ (Epheser 5,8b) „Wir sind Kinder der Sonne und wir sind dankbar dafür. Uns ist Leben gegeben, Kinder der Sonne seid ihr und sind wir!“ sangen Nina und Mike: „Seit Du bei mir bist, seit ich Dich habe, weiß ich erst, wer ich bin. Liebe zu finden, Liebe zu fühlen, das ist der wahre Sinn.“ Aus dieser Freude sollen wir leben. Wer das nicht macht, schadet sich selbst. Glaubende freuen sich dabei auch über Gottes Liebe in Jesus Christus. Sie antworten auch ihm: „Seit Du bei mir bist, seit ich Dich ha-be, weiß ich erst, wer ich bin. Liebe zu finden, Liebe zu fühlen, das ist der wahre Sinn.“
Diese Liebe wirkt sich im Leben aus. Sie bringt Früchte hervor. „Die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit“ steht im folgenden Vers (Epheser 5,9).
Ohne das Licht der Sonne gibt es keine Früchte, ja nicht einmal Blätter an einem Baum. Das habe ich erlebt, als ich im vorletzten Frühjahr ein kleines Bäumchen im Keller stehen ließ, wo es den Winter ansonsten gut überstanden hatte. Wenn das Licht der Sonne im Frühjahr nicht warm genug ist, schwirren keine Bienen aus, um Blüten zu bestäuben. Genauso brauchen wir die Wärme von Gottes Liebe, damit es uns warm ums Herz wird. Nur wer selbst geliebt wurde, kann andere lieben. Wer als Kind oft vergeblich nach Liebe hungerte, hat meistens mit dem eigenen Hunger nach Liebe besonders zu kämpfen. Gottes Liebe will mich befreien aus der Angst, im Leben zu kurz zu kommen. Seine Güte schenkt mir so viel Gutes – gerade im Sommer dieses Jahres! So soll und kann auch ich es lernen, Güte auszustrahlen. Er will mir dabei helfen, anderen auch Gutes zu tun. Gott schafft es immer wieder, mir sogar eine unangenehme Wahr-heit in Liebe zu sagen. Dabei will er mir auch im Gespräch mit anderen helfen. Seine Vergebung und Barmherzigkeit lässt mich eine Gerechtig-keit erleben, an der ich nicht kaputt gehe. Sie zeigt mir, wie ich mit ande-ren barmherziger sein kann, ohne den Maßstab von Gottes Gerechtigkeit dabei völlig zu ignorieren. Dass wir viel wärmende Liebe erleben und wohltuende Früchte ernten, die Gottes Geist wachsen lässt, wünscht Ihnen, Euch und mir


Stefan Bischoff, Pastor