Quelle: Kirchengemeinde Hesel
Quelle: Kirchengemeinde Hesel
Quelle: Kirchengemeinde Hesel

Kalenderblatt vom 17. Dezember 2017

Losung

Als nun die Zeit herbeikam, dass David sterben sollte, gebot er seinem Sohn Salomo und sprach: Ich gehe hin den Weg aller Welt. So sei getrost und sei ein Mann und bewahre den Dienst des Herrn, deines Gottes.

1Kön 2, 1-3a

Lehrtext

Darum lassen auch wir von dem Tag an, an dem wir's gehört haben, nicht ab, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht, dass ihr, des Herrn würdig, ihm ganz zu Gefallen lebt und Frucht bringt in jedem guten Werk und wachst in der Erkenntnis Gottes.

Kol 1, 9-10

Aktuelle Woche

Kirchliche Woche

Sonntag, 17. Dezember 2017 bis Samstag, 23. Dezember 2017

Wochenspruch

Bereitet dem Herrn den Weg; denn siehe, der Herr kommt gewaltig!

Feiertag

3. Sonntag im Advent

Erklärung

Am 3. Sonntag im Advent steht der "Vorläufer des Herrn", Johannes der Täufer, im Vordergrund. Während die Evangelienlesungen und die alttestamentliche Lesung dieses Thema aufgreifen, betrachten die Epistellesungen unseren Umgang mit der Botschaft, die wir empfangen haben, als Haushalter über die Geheimnisse Gottes (1. Kor 4, 1-5), als Hoffende (Röm 15, 4-13) und als die, die schlafen und das Kommen des Herrn verpassen, wenn sie nicht aufwachen (Offb 3, 1-6). Diese drei Aspekte sind schwer dem Thema unterzuordnen, es sei denn, man sieht darin die Reaktion auf die Botschaft des Propheten, denn alle drei sind geschrieben in der Erwartung, dass der Herr kommt, aber noch nicht endgültig da ist.

Thema

Johannes der Täufer "Vorläufer des Herrn"

Jes 40, 3.10

Denn was zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, damit wir durch Geduld und den Trost der Schrift Hoffnung haben.
Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, dass ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, wie es Christus Jesus entspricht, damit ihr einmütig mit einem Munde Gott lobt, den Vater unseres Herrn Jesus Christus.
Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Ehre.
Denn ich sage: Christus ist ein Diener der Beschneidung geworden um der Wahrhaftigkeit Gottes willen, um die Verheißungen zu bestätigen, die den Vätern gegeben sind; die Heiden aber sollen Gott die Ehre geben um der Barmherzigkeit willen, wie geschrieben steht (Psalm 18,50): »Darum will ich dich loben unter den Heiden und deinem Namen singen.«
Und wiederum heißt es (5.Mose 32,43): »Freut euch, ihr Heiden, mit seinem Volk!«
Und wiederum (Psalm 117,1): »Lobet den Herrn, alle Heiden, und preisen sollen ihn alle Völker!«
Und wiederum spricht Jesaja (Jesaja 11,10): »Es wird kommen der Spross aus der Wurzel Isais, und der wird aufstehen, zu herrschen über die Völker; auf den werden die Völker hoffen.«
Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.

Röm 15, 4-132

Andacht der Woche

Heiden-Alarm

Der Sturm steht in den nächsten Tagen unmittelbar bevor: Tausende werden in die Kirchen drängen und das Volk wird sie zu dem machen, was sie besonders in vielen Städten schon nicht mehr sind: Zu Volkskirchen.

Da sitzt Heilig Abend der schlanke Alt-Linke mit seinen langen, inzwischen ergrauten Haaren in der Kirchenbank neben dem etwas fülligerem überreich tätowierten Mittvierziger mit Kurzhaarschnitt, der nur mit Mühe vom RTL-II-Programm weg zu bekommen war und dem seinen Konfirmandentochter eingeschärft hat, auf keinen Fall im Gottesdienst ans Handy zu gehen. Fremd sind sie beide hier. Der ältere Langhaarige lugt mit seiner halben Brille auf das Liederblatt und findet die Texte der Weihnachtslieder irgendwie kitschig, der jüngere singt erst garnicht mit und schaut schon am Anfang der Predigt auf die Uhr. Und doch sind sie gekommen, die „U-Boot-Christen“, sind in ihrer Kirche aufgetaucht, einmal im Jahr am Heiligen Abend. Auch wenn sie so viel „falsch“ machen, zum Beispiel vor Totensonntag Lichtenketten ins Fenster gehängt haben, schon am 1. Advent vom „Weihnachtsmarkt“ gingen und bei der „Weihnachtsfeier“ im Betrieb „Oh Du fröhliche“ gesungen haben. Der Unterschied von Advent und Weihnachten wird in der Werbung auch nicht richtig erklärt ...

Trotzdem: Viele von ihnen sind Heilig Abend da. Im Augenwinkel sieht der ältere, wie der jüngere aus dem Klingelbeutel etwas herausnimmt, statt seinen Spende für Brot für die Welt hineinzutun. Und misstrauisch späht die Küsterin, wo wohl die Kaugummis platziert werden, die zwei Jugendliche am Eingang noch schmatzend durchwalgten. Manch treue Kirchenchristen bekommen vor der Christvesper „Heidenangst“ und gehen lieber zum besinnlichen Spätgottesdienst.

Paulus hat es in Rom auch mit sehr unterschiedlichen Menschen zu tun: Starken und Schwachen, solchen, die sich an fromme Regeln halten und solche, die sie elegant ignorieren, Christen, die gebürtige Juden sind und solche, die als „Heiden“ zum Christentum kamen. Die einen fasten, trinken keinen Wein und essen kein Fleisch, den anderen ist solche Praxis fremd. Wer mag da schon entscheiden, wer da „stark“ oder „schwach“ ist? Den Treuen sagt der Apostel: Habt Geduld! Durch die Geschichten der Bibel, die ihnen ja vetraut sind, können sie Hoffnung haben. Gott gibt Geduld und Trost – auch der Küsterin.

Der gebürtige Jude Paulus, der die Heidenmission als seine Aufgabe begriffen hat, ruft zu Eintracht auf zwischen den unterschiedlichen Gruppen – zur Eintracht mit Aussicht. Die christliche Hoffnung ist nicht nur individuell, sondern universal. Sie ist es durch den - von Luther besungenen - „Heiden Heiland“. Die gemeinsame Hoffnung von arte- und RTL-II-Zuschauern, von U-Boot- und Kirchenchristen, ist begründet darin, dass Christus sie alle angenommen hat. Die Hoffnung führt sie hin zum gemeinsamen Lob Gottes. Gott wird wohl auch gelobt durch schlechten Gesang und schweigendes Mitfeiern am Heilig Abend.    

 

Gunnar Schulz-Achelis
Pastor im Haus kirchlicher Dienste

Liturgische Farbe

Liturgische Farbe Violett - Bild von Erich Grün

Violett  - Mischfarbe von Himmel (blau) und Erde (rot) bestimmt die Bußzeiten als Zeiten aktiven Wartens auf eine neue Zeit und eine bessere Welt (Adventszeit, Passionszeit, Buß- und Bettag)

Bild: Sammlung Erich Grün                  

© Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium

Moment Mal

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Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe zum kurzen Innehalten im schnellen Lauf der Zeit - Autor: Frank Karpa.

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Morgenandacht

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Mit Krippengeschichten begleitet uns Kirstin Faupel-Drevs durch diese Woche hin zum dritten Advent.

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Wochenlied

Mit Ernst, o Menschenkinder (EG 10)

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