Quelle: Kirchengemeinde Hesel

Grußwort

Nachricht 02. März 2026

Ein Segen sein

„Ein Segen sollst du sein“, sagte Gott zu Abraham. Das ist die schönste Zusage, die einem Menschen zuteilwerden kann. Ein Segen für andere sein, zur Quelle des Segens für andere werden. Wir sagen manchmal von einem Menschen, „Du bist ein Segen für deine Mannschaft, deine Firma, dein Dorf oder einfach für mich.“ Von manchen Kindern sagt man, sie seien ein Segen für die Familie. Wir meinen dann, dieses Kind habe etwas an sich, das anderen guttut. Vielleicht hat es ein sonniges Gemüt, ist hilfsbereit, fröhlich oder es geht Frieden von ihm aus. Oder es ist einfach etwas an ihm, über das sich alle freuen.

Jede Gemeinschaft braucht Menschen, die ein Segen sind. Ohne gesegnete Menschen vermag eine Gemeinschaft auf Dauer nicht zu bestehen. Von so einem Menschen geht Hoffnung aus für andere. Er wirkt versöhnend, nicht spaltend. Ein gesegneter Mensch verbindet Menschen miteinander, ist nie allein. Er gibt den Segen weiter, den er empfangen hat. In dem Bibelwort (1. Mose 12,2),

„Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein“, spricht Gott zu Abraham, bevor er sich auf den Weg machen muss.

Im Mai feiern wir Konfirmation. Dann sagen die Jugendlichen „Ja“ zu ihrer Taufe, bekennen den christlichen Glauben und empfangen Gottes Segen. Gott segnet sie. Auf ihn können sie sich verlassen. Ganz gleich, was auf sie in ihrem Leben zukommt. Sein Bund bleibt bestehen, sein „Ja“ in der Taufe, sein Segen zur Konfirmation. Die Jugendlichen werden irgendwann ihr Elternhaus verlassen. Sie wissen nicht, wohin der Weg sie führt. Wichtig ist, dass sie sich gestärkt auf den Weg machen und eine gute Ausrüstung für ihr Leben haben.
Abraham ist der Urvater des Glaubens. Von ihm heißt es, er vertraute Gott. Das war die Grundlage seines Lebensweges. Das Wagnis, mich auf den Weg zu machen, unbekanntes Land zu betreten, kann ich getrost auf mich nehmen, wenn ich mich von Gott begleitet fühle. Er ist schon da. Er empfängt mich. Zur Konfirmation empfangen die Jugendlichen Gottes Segen, und damit alles Gute, ja nur das Beste, was es für den Lebensweg
geben kann.

Pastorin Dr. Hannegreth Grundmann