Quelle: Kirchengemeinde Hesel

Aus der Gemeinde

Nachricht 20. August 2020
Quelle: Kirchengemeinde Hesel

Und sie bewegt sich doch

In Zeiten der Coronapandemie schien die Welt manches Mal still zu stehen. Vieles konnte nicht stattfinden. Auch unsere Kirche war von Ostern bis in den Mai ge-schlossen. Was blieb in dieser Zeit? Gut erledigen konnte man all das, was man al-leine im stillen Kämmerlein bearbeiten konnte und bei Bedarf die Ergeb-nisse dann über die digitalen Medien hin- und herschicken. Das Ergebnis einer solchen Online-Zusammenarbeit halten Sie in Händen: Den Flyer zu unserem Jahr der Glocke in Hesel, der mit dem Gemeindebrief zusammen verteilt wurde.

Vieles ist anders als Ende letzten Jahres und Anfang dieses Jahres ge-plant. Unter anderem waren die fröhlichen Anlässe wie ein Gemeindefest oder ein Weinabend nach einem musikalischen Gottesdienst nicht mög-lich. Aber trotzdem verfielen die Anstrengungen um den Glockenerhalt nicht in den Dornröschenschlaf. Denn trotz des allgemeinen Lockdowns des öffentlichen Lebens ging schon eine stattliche Summe an Geldern für die Glockensanierung ein.

An Spenden gab es bereits 3.148,40 Euro, aus Kollekten stammen 2.698,30 Euro. Hinzu kommen 4.793,36 Euro aus Rücklagen. Dieses Er-gebnis hat uns sehr überrascht. Etwas über die Hälfte der benötigten ins-gesamt rund 20.000 Euro kam in dieser außergewöhnlichen Zeit trotz aller Widrigkeiten schon zusammen. Das stimmt doch insgesamt zuversichtlich, dass auch der Rest noch geschafft werden kann. Wer weiß, vielleicht kann das Gemeindefest im nächsten Jahr schon mit dem klangvollen Klang aller drei sanierter Glocken eingeläutet werden.

Der Offene Kreis Gemeindeleben und der Kirchenvorstand sagen an die-ser Stelle schon einmal allen Spendern ein herzliches Dankeschön für die hervorragende Unterstützung des Projekts Glockensanierung.

Text: Anita Berghaus

Quelle: Kirchengemeinde Hesel

Kirche bleibt – Gemeinde ändert sich

Unser Kirchengebäude ist 278 Jahre, der Turm 111, die Kirchenglocken zwischen 189 und 66 Jahre alt, der Altar 358 Jahre alt. Alle gemeinsam machen das aus, was wohl viele als Heseler Kirche bezeichnen würden. Ihre Gestalt, ihr Äußeres hat sich in all den Jahren wenig verändert. Man könnte auch sagen ,,Die Kirche bleibt.“

Bei der Kirchengemeinde sieht das anders aus, sie ist einem ständigen Wechsel unterzogen, Ehrenamtliche, Pastoren, Kirchenbesucher kommen und gehen und mit ihnen die Formen der Gemeinschaft und Zusammenarbeit, auf letztere hat auch der technische Fortschritt seinen Einfluss.

Laut neuester Statistik gehören zur Heseler Liudgeri Kirche 2.264 Mitglieder, nicht alle sind ständiger Gast in Gottesdiensten und anderen kirchlichen Veranstaltungen, viele auch nur Leser des Gemeindebriefes. Auch in Hesel kennt schon lange nicht mehr jeder jeden. Wir möchten das Gemeindeleben deshalb gern etwas transparenter machen und im Gemeindebrief Personen mit ihren Gesichtern, Gedanken und Gründen für das Engagement in unserer Kirche vorstellen. Es können aber auch Menschen, die ,,nur“ Besucher sind, zu Wort kommen. Was würden Sie gerne wissen? Oder möchten Sie selbst einmal interviewt werden?

Nehmen Sie gerne Kontakt auf unter
Anita-Berghaus@t-online.de

Text: Anita Berghaus

Quelle: Kirchengemeinde Hesel

Freiwilliger Kirchenbeitrag

Ein herzliches Dankeschön an alle, die im letzten Jahr für den freiwilligen Kirchenbeitrag gespendet haben! Insgesamt sind 3.751,69 € zusammengekommen. Das freut uns sehr!

Dank Ihrer und Eurer Hilfe können wir nun bald mit einer Renovierung der Kirchenbänke und Ausbesserung schadhafter Stellen an den Wänden beginnen. Eine komplette Renovierung würde allerdings rund 50.000 € kosten. Wir hoffen, dass unsere Kirche bald in neuem Glanz erstrahlt.
In diesem Jahr – unserem Jahr der Glocke - bitten wir um einen freiwilligen Kirchenbeitrag für die Sanierung unserer Glocken. Ein Teil der notwendigen Arbeiten konnte schon in An-griff genommen werden, bis zum Abschluss werden wir ca. 20.000 € ausgeben müssen. Mit Kirchensteuern darf diese Maßnahme nicht finanziert werden. Es gibt hierfür keine Zuschüsse der Landeskirche.

An Spenden erhielten wir bereits 3.148,40 Euro, aus Kollekten stammen 2.698,30 Euro. Hinzu kommen € 4.793,36 aus Rücklagen, das heißt, die Hälfte des Betrages ist schon vorhanden.

Es gibt doch schon die Kirchensteuer ... reicht das nicht? Leider nein!
Durch die demographische Entwicklung und durch Austritte tragen immer weniger Menschen zum Kirchensteueraufkommen etwas bei. Nur wer Lohn- oder Einkommensteuer zahlt, zahlt auch Kirchensteuern. So werden die Einnahmen immer geringer, die Aufgaben dagegen nicht. Daher ist das freiwillige Kirchgeld eine nötige Voraussetzung für die Erhaltung unserer Gemeinde.

Machen Sie auch in diesem Jahr wieder mit und helfen Sie uns mit Ihrem Beitrag!

„Für meine Kirche habe ich etwas übrig" könnte Ihre Antwort auf unsere Bitte um einen freiwilligen Kirchenbeitrag sein.
Danke!

Der Kirchenvorstand

Quelle: Kirchengemeinde Hesel

Neue Kirchenvorsitzende

Seit dem 27.05.2020 hat der Kirchenvorstand eine neue Vorsitzende. Hella Bruns wurde in der planmäßigen Sitzung von den KV-Mitgliedern gewählt. Den Anfang bei den Interviewten macht daher unsere neue Vorsitzende des Kirchenvorstands, Hella Bruns.

Frau Bruns, können Sie sich noch an ihren ersten Kirchenbesuch überhaupt erinnern?

Hella Bruns: Das kann ich leider nicht. Vermutlich war der erste Gottesdienst überhaupt meine eigene Taufe am 01.12.1985, bei der ich sechs Wochen alt war. Ich kann mich jedoch gut daran erinnern, dass Kirche immer ein fester Bestandteil in unserer Familie war und Gottesdienstbesuche dazugehörten. Und ich erinnere mich natürlich an die ersten Gottesdienste unserer Kinder – auch das waren ihre eigenen Taufgottesdienste, und alle drei haben wir in sehr guter Erinnerung.

Sie sind schon seit vielen Jahren im Posaunenchor und haben auch sonst einige Ehrenämter, Familie und einen Job. Warum haben Sie sich im Jahr 2018 für die zusätzliche Arbeit im Kirchenvorstand entschieden?

Hella Bruns: Bereits vor meiner Tätigkeit im Kirchenvorstand war ich in unterschiedlichen Gremien aktiv, habe im Jugendkreis und im damaligen Gemeindebeirat mitgewirkt und immer gerne Gottesdienst gefeiert. So wurden offenbar auch andere Gemeindeglieder auf mich aufmerksam und irgendwann sprach mich die damalige Kirchenvorsteherin Inka Krumme an und fragte, ob ich mir nicht vorstellen könne, im Kirchenvorstand Verantwortung für unsere Gemeinde zu übernehmen. Da ich andere Ehrenämter zu der Zeit aufgegeben hatte und mich gerne im kirchlichen Bereich engagieren wollte, habe ich dann meine Bereitschaft zur Kandidatur erklärt. Ein großer Vorteil ist dabei, dass regelmäßig und frühzeitig Termine festgelegt werden. Das ist für meine Familie und mich wichtig, damit wir alle unsere Termine, Hobbies und natürlich die Familie planen können. Da kommt natürlich auch der Posaunenchor nicht zu kurz – nach wie vor!

Seit Mai sind Sie Vorsitzende des Kirchenvorstands. Was war bisher die größte Herausforderung? Was ist Ihr wichtigstes Ziel bei dieser Arbeit?

Hella Bruns: Ich bin sicher, dass die größte Herausforderung jetzt kommen wird – mit der anstehenden Vakanz in der Kirchengemeinde. Aktuell heißt es hier möglichst alles entsprechend vorzubereiten und nach Kandidaten für eine Neu-Besetzung zu suchen. Als Team im Kirchenvorstand, mit all den ehrenamtlich engagierten Menschen in unserer Gemeinde, stehen wir aber gut da. Genau an diesem Punkt liegt auch mein Ziel: dass wir als Team diese Herausforderung meistern und dass alle gemeinsam anpacken.

Vervollständigen Sie bitte diesen Satz: Die Heseler Liudgeri Kirchengemeinde wird in zehn Jahren...

Hella Bruns:.. sicherlich noch vielfältiger und verschiedenartiger sein. Diese Eigenschaften zeigen sich hoffentlich auch in zehn Jahren mit vielen unterschiedlichen Gruppen, Kreisen und Chören in der Gemeinde, mit Ehrenamtlichen, mit Jung, Mittel und Alt unter einem (Kirchen-) Dach! Gleichzeitig müssen wir auch mit der Zeit gehen und unsere Arbeit in der Kirche reflektieren und in die Zukunft schauen, damit unser Denkmal Kirche weiterhin lebendig, frisch und vielfältig bleibt!

Ich danke Ihnen für das Gespräch und wünsche Ihnen für Ihre wichtigen Aufgaben in unserer Kirche Gottes Segen und allzeit viel Freude am Amt.

Text und Interviewerin: Anita Berghaus

Quelle: Kirchengemeinde Hesel

Verabschiedung von Inka Krumme aus dem Kirchenvorstand

Aus gesundheitlichen Gründen schied Inka Krumme im März aus unserem Kirchenvorstand aus. Ab 2006 brachte sie sich im Kirchenvorstand mit großem Engagement ein – in der Vakanz 2011/12 und von 2015 bis 2020 als Vorsitzende. Ihre Gaben, Be-rufserfahrung und intensive Vorbereitung waren immer wieder ein Segen für sehr effektive und erstaunlich kurze Sitzungen. Während sie zu Beginn noch recht ernst und streng auf mich wirkte, staunte ich in den letzten Jahren immer mehr darüber, wieviel Humor und Leichtigkeit Inka auch ausstrahlen kann. Dabei bin ich ihr von Herzen dankbar dafür, dass sie mich als Pastor so sehr unterstützt, bestärkt und entlastet hat. Dabei bildeten wir als ganzer Kirchenvorstand ein Team, bei dem jede und jeder die eigenen Be-gabungen und Stärken zum Wohle der Gemeinde einbrachte. Im Gottesdienst am 21. Juni haben wir Inka Krumme aus dem Kirchenvorstand verabschiedet und von allen damit verbundenen Aufgaben und Pflichten entbunden. An ihrer Stelle konnten wir Dieter Stöter neu in den Kirchenvorstand aufnehmen. Soweit es ihre Kräfte zulassen, bringt Inka sich gerne noch ins Team vom Seniorenkreis, Kuratorium und Gemeindebrief ein, bis andere diese Aufgaben übernehmen mögen. Unser Herr schenke ihr weiter eine gute Genesung, segne sie – und andere durch sie.

Text: Pastor Stefan Bischoff

Was wäre unsere Kirchengemeinde ohne …

An mehrere Personen, die sich schon viele Jahre stark in unsere Kirchengemeinde einbringen, erinnerten wir uns bereits im Dezember letzten Jahres. Nach dem Posaunenchor war der Frauenkreis viele Jahrzehnte lang der älteste Kreis unserer Kirchengemeinde. Gegründet hatte ihn Pastor Hill 1958 auf Anregung von Gundel Voepel. Nach ihm leiteten Else Eden, Pastor Wolthoff, Carmen Flug und Ettje Ackermann (ab 1996 bis 2000) diesen Kreis am 1. Dienstagabend im Monat. Gerade in unseren Chören sind mehrere bereits eine lange Zeit mit großer Treue und Einsatzbereitschaft dabei: Im Gitarrenchor Saitenwind singen und spielen Sabine Meyer und Stefanie Oltmanns bereits über 35 Jahre mit, Hannelore Zanter seit über 30 Jahren, Melanie Hafermann, Jenny Schlachter und Wilma de Wall schon über 25 Jahre. Etwa 25 Jahre dabei sind Rebecca Freudenberg, Elfriede de Groot, Heike Stöter und Bianca Wessels. Martina Even-Eilers spielt seit 40 Jahren Gitarre, übernahm die Leitung vom Gitarrenchor Saitenwind 1988 von Gerta Störmer und bildet zusammen mit Heino Burlager seit 2008 ein starkes Team. 2016 gründeten sie zusammen mit Hilke Burlager, Stefan Hafermann und Sabine König die Heseler Liudgeri Combo als „Haus-Band“ der Lebensraum-Gottesdienste. Im Gitarrenchor Wegbegleiter sind Sandra Fröhling-Drewes und Gerta Störmer jetzt seit 40 Jahren dabei und Wübbo Tammen seit 35 Jahren. Im Posaunenchor spielt Hannelore Zanter seit 25 Jahren Trompete. Seit 2010 gestaltete Jutta Faustmann 10 Jahre unseren Schaukasten. Ende letzten Jahres gab sie dieses Aushängeschild unserer Kirchengemeinde in die Obhut von Anita Berghaus. Beim Gemeindebrief kümmerte sie sich immer für das äußerst ansprechende Layout, das pünktliche Erscheinen und eine solide Finanzierung. Allen Genannten – aber auch denen, die ich dabei übersah, - danken wir als Kirchenvorstand von ganzem Herzen für diese große Treue und Hingabe im Dienst an anderen zur Ehre unseres Gottes!

Stefan Bischoff , Pastor

Info zum aktuellen Sachstand Tafel am Standort Hesel

Zum Thema Tafel am Standort Hesel sind wir in Kontakt mit dem Kir-chenkreis Emden-Leer. Es fand unter anderem ein Gespräch mit Su-perintendentin Christa Olearius statt. Diese hat sich in Hesel persönlich informiert und sich für den Standort Hesel eingesetzt. Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses (Ende Juli) lag auch schon ein konkreter Vorschlag dafür vor, wie es mit der Tafel in Hesel weitergehen könnte.

Dieser Vorschlag muss mit den Ehrenamtlichen vor Ort besprochen werden, zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses lag hier das Ergebnis noch nicht vor, so dass wir darüber hier auch noch nicht berichten können. Wir – der Kirchenvorstand Hesel, unsere Ehrenamtlichen und auch der Kirchenkreis Emden-Leer bleiben am Thema dran und hoffen, dass es dann mit der Tafel in Hesel zeitnah weitergehen kann.

Text: Anita Berghaus

Wechsel in der Homepagebetreuung

Wie im letzten Gemeindebrief berichtet, möchte Heino Burlager seine
langjährige Betreuung der Website www.kirche-hesel.de/ abgeben. Er möchte sich verstärkt anderen Aufgaben zuwenden und suchte eine/n Nachfolger/in. Diese hat sich auch bei ihm gemeldet und heißt Friederike Geissler.

Ihr alle kennt sicher so jemand in eurer Gemeinde, der oder die sich großzügig für euch eingesetzt hat und ich bitte euch, wenn ihr das könnt, dies ebenfalls zu tun. Es muss ja nicht gleich eine richtig große Aufgabe sein. Es sollte etwas sein, was ihr persönlich tun könnt. Vielleicht reicht es ja schon, auf ebay Kleinanzeigen oder anderswo ein paar Lebensmittel, Kleidungsstücke, Elektrogeräte, Nutzpflanzen an andere zu verschenken... denn dass die Tafel in Hesel gerade nicht geöffnet hat ist ein Problem, das ihr persönlich mithelfen könnt zu lindern.

Friederike Geissler
Quelle: Kirchengemeinde Hesel

Gottestdienst auf USB-Stick

Seit dem 24.05.2020 können Gottesdienste mit dem neu angeschafften Bluetooth- Lautsprecher mittels USB Sticks gehört werden. Der Bluetooth-Lautsprecher ist einfach zu bedienen (siehe untenstehendes Foto). Eine Einweisung wird gerne durch den Mediendienst übernommen. Das Abspielgerät und die Sticks werden kostenlos zur Verfügung gestellt.

Falls jemand den Gottesdienst zu Hause hören möchte, kann er sich gerne unter den Telefon-Nummern (04950) 98 76 321 und (04950) 2011 melden.

Dieter Stöter

Lebendiger Adventskalender 2020

Der Gedanke an Weihnachten ist in diesem Jahr schon eher mit gemischten Gefühlen verbunden. Werden die Gottesdienste am Heiligen Abend in bisheriger Form überhaupt stattfinden können? Ganz sicher ist das nicht.

Auch die im letzten Jahr auf Initiative von Rüdiger Böhlhoff hin erstmals stattgefundene Aktion „Lebendiger Adventskalender“ steht ein bisschen unter Vorbehalt. Zurzeit sieht es so aus, dass diese im Freien stattfindende Aktion mit 20 bis 30 Teilnehmern pro Station wohl stattfinden können wird.

Im Gemeindebrief im Frühjahr hatten wir über die Aktion im letzten Jahr berichtet und nach Interessenten gesucht, die sich vorstellen könnten, in diesem Jahr Gastgeber dafür zu sein. Und obwohl sehr kurz nach Erscheinen des Gemein-debriefs der Lockdown durch Coranoschutzmaßnahmen kam, haben sich immerhin schon sechs gemeldet.

Wir würden in diesem Jahr gern wieder an allen Adventssamstagen und an je einem Termin in der Woche den Kalender stattfinden lassen. Somit fehlen uns noch ein bis zwei Freiwillige. Melden können sich Privatpersonen, aber auch Vereine oder Unternehmen. Viel bieten müssen die Gastgeber nicht, es geht nur um schlichte Zusammenkünfte im Freien, ca. 30 Minuten mit ein bisschen adventlichem Gesang und ein, zwei zur Adventszeit passenden Textbeiträgen. Vorteilhaft wäre bei Regen eine Unterstellmöglichkeit, dies kann ein Carport ebenso sein wie eine Scheune oder auch eine Halle eines Unternehmens. Wer sich vorstellen kann, noch Platz für diese Aktion an einem Abend im Advent zu bieten, wende sich bitte entweder an Rüdiger Böhlhoff per Telefon
04950 – 2564 oder per E-Mail an Anita-Berghaus@t-online.de
Die Namen und Adressen der Gastgeber sowie das Datum werden im Gemeindebrief der Kirche im November veröffentlicht. Damit müssen die Ausrichter einverstanden sein.

Text: Anita Berghaus

Bücherei

„Ein einziges Buch begründete ihren Weltruhm: 1960 veröffentlichte Harper Lee "Wer die Nachtigall stört", das wohl wichtigste Buch zum Thema Rassismus in den USA.“ „Gehe hin, stelle einen Wächter“ von Harper Lee ISBN 978-3-328-10018-8 für 10,00 €

"Gehe hin, stelle einen Wächter" ist der Vorläufer von H. Lees Weltbestseller "Wer die Nachtigall stört". Mitte der 1950er-Jahre entstanden, wollte die Au-torin zunächst diesen Roman veröffentlichen, doch auf Bitten ihre Lektorin, schrieb sie ihn um. Daraus entstand der millionenfach verkaufte Roman "Wer die Nachtigall stört". Das Manuskript "Gehe hin, stelle einen Wächter" galt als verschollen. 2016 wurde das Buch weltweit zeitgleich veröffentlicht. Das Presseecho war gewaltig. Im Roman begegnen uns wieder der Anwalt Atticus Finch und seine unangepasste Tochter Scout aus "Wer die Nachtigall stört". Die kleine Scout ist erwach-sen geworden. Als Jean Louise kehrt sie aus New York zurück nach Maycomb/Alabama. Sie erkennt die Stadt ihrer Kindheit nicht wieder und muss feststellen, dass ihr Vater längst nicht so idealistisch ist, wie sie es immer geglaubt hat. Scheinbar pflegt er zutiefst rassistische Überzeugungen. Der Roman zeigt eindrucksvoll die amerikanische Gesellschaft der 1950er-Jahre. Suchen Sie Ihr altes Exemplar von „Wer die Nachtigall stört“ aus dem Bücherregal und erneuern Sie Ihre Bekanntschaft mit der Familie des rechtschaffenen Anwalts Finch und seinen „Niggern“*. Beide Bücher sind in diesem Jahr ein absolutes Muss.

Harper Lee kam 1926 in Monroeville im US-Bundesstaat Alabama als jüngstes von vier Kindern zur Welt. Ihr Vater war Rechtsanwalt und von 1926 bis 1932 State Senator in Alabama. Harper Lee studierte Jura, schrieb für die Studentenzeitung und entdeckte bei einem Studienaufenthalt in Oxford ihre Leidenschaft für die Literatur. Zurück in Alabama brach sie ihr Jurastudium ab, zog nach New York und arbeitete u.a. in einer Buchhandlung. Sie verstarb mit 89 Jahren im Februar 2016. „Und der HERR sagte zu mir: Gehe hin, stelle einen Wächter, der da schaue und ansage…“Jesaja 21, 6 * Der von Harper Lee verwendete Begriff „negro“ wurde originalgetreu mit „Neger“ übersetzt, da es der üblichen Verwendung zum Zeitpunkt der Entstehung des Ma-nuskripts entsprach, auch wenn der Begriff heute als abwertend gilt.

Regina van Lengen