Quelle: Kirchengemeinde Hesel

Grußwort

Nachricht 29. August 2021

Liebe Gemeinde,

seit jeher steht der Monat September für mich für ein Empfinden von Abschied und Neuanfang.

Ganz sachte und vorsichtig verabschiedet sich der Sommer im September von Mensch und Natur. Noch gibt es warme Sommertage, aber die Abende werden deutlich kühler. Die lauen Sommernächte, die wir im Garten verbringen, werden seltener. Die Sommerhitze, die uns manch´ eine Schweißperle gekostet hat, hinterlässt kaum noch Feuchtigkeit auf der Stirn. Die Blumen in unseren Gärten ziehen sich langsam zurück und auch einige Tiere bereiten sich auf ihre Reise Richtung Süden vor. Die Schülerinnen und Schüler haben sich von ihren freien Sommertagen verabschiedet und auch wir denken noch an die Fahrradtouren in unserem Urlaub zurück. Langsam neigt sich der Sommer dem Ende entgegen. Ein Abschied, aber auch ein Neuanfang.
Denn der September steht auch für Neuanfang, für Bewegung und Veränderung. In diesem Jahr beginnt die Schule wieder im September. Für einige Schülerinnen und Schüler steht ein Schulwechsel an. Eine neue Schule, andere Mitschüler:innen und neue Lehrerinnen und Lehrer. Auch die Einschulungen werden im September gefeiert. Für die Schulkinder beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Mit viel Vorfreude, aber sicherlich auch mit Aufregung und Unsicherheit.

Manch einer von Ihnen tritt nach dem Sommer eine neue Arbeitsstelle an. Der erste Arbeitstag steht bevor. Auch dazu gehören neue Aufgaben, neue Kolleginnen und Kollegen, andere Arbeitszeiten. Und wiederum: Aufregung und Vorfreude.
Auch für Sie als Mitglieder der Kirchengemeinde Hesel und für mich beginnt etwas Neues. Ich werde ab September als Pastorin in der Liudgeri-Kirchengemeinde arbeiten. Dort wird Sie und mich Neues erwarten. Wir werden uns kennenlernen, Altes und Neues gemeinsam gestalten und dabei Gott nachspüren. Ich schaue auf all das, was ab September kommen wird, voller Vorfreude. Für mich heißt es dabei, Abschied zu nehmen und einen Neuanfang zu gestalten.

Das Vergangene bleibt in dankbarer Erinnerung hinter mir. Einiges wird aufgeräumt, zusammengepackt und ausgemistet. Denn ein Neuanfang bedeutet auch, nach vorne zu schauen. Dabei benötigen wir manchmal Unterstützung. Von unseren Liebsten, unseren Kolleginnen und Kollegen oder unseren Lehrerinnen und Lehrern. Nicht alles schaffen wir allein, bei manchen Dingen setzen wir auf die Unterstützung unserer Mitmenschen – besonders bei einem Neuanfang.
Im Hebräerbrief im Kapitel 10 heißt es passend: Lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken.
Lassen Sie uns die Kraft, die wir im Sommer getankt haben, nutzen, um hoffnungsvoll nach vorne zu schauen.

Lassen Sie uns die Dinge anpacken, die wir so gerne hintenanstellen. Denn Neuanfang bedeutet auch, das Leben selbst in die Hand zu nehmen. Dieser Neuanfang ist immer möglich. Neu anfangen mit mir und meinem Umfeld. Neu anfangen gemeinsam mit dem Glauben an Gott. Dabei werden wir aufeinander achtgeben. Dabei spornen wir uns an, Neues anzupacken und Altes hinter uns zu lassen. Dabei vertrauen wir darauf, dass Gott an unserer Seite ist und den Übergang so sanft wie möglich gestaltet. Diesen Mut und diese Gewissheit wünsche ich Ihnen und mir für die nächsten Monate.

Herzlichst
Ihre

Pastorin Taalke von Blumröder