Quelle: Kirchengemeinde Hesel

Grußwort

Nachricht 13. November 2021

Liebe Gemeinde,

ich schreibe Einkaufslisten. Ich hoffe, dass die angedachten Weihnachtsfeiern stattfinden. Ich überlege, wie ich das Christfest verbringe. Ich bin auf der Suche nach Geschenken für meine Liebsten. All das gehört für mich zum Advent. Die Tage bis zum besinnlichen Weihnachtsfest fühlen sich oftmals hektisch an.
Abends in einem ruhigen Moment erwische ich mich, wie ich mir die Frage stelle, warum ich mir jedes Jahr aufs Neue ähnlichen Stress mache.
Vor über 2000 Jahren waren es die Weisen aus dem Morgenland, die sich auf den Weg gemacht haben. Sie waren sicherlich mehr als einmal verzweifelt und haben sich die Frage gestellt: Wofür nehmen wir all die Anstrengungen auf uns? Die Weisen hatten keine Vorstellung davon, was das Ziel ihrer Reise sein würde. Sie motivierte einzig das tiefe Vertrauen, dass der Stern, der am Himmel stand, sie an ein verheißungsvolles Ziel führen würde. Und so kam es.
Was sie an der Krippe erwartet hat, das übertraf ihre Vorstellungen bei Weitem. Es war die Sternstunde ihres Lebens. Sie begegneten dem Jesuskind. Die trüben Tage und die kalten Nächte waren nicht umsonst gewesen. Für dieses Kind hat sich all das Vergangene gelohnt, denn sie selbst wurden mit der Geburt beschenkt. Dieses Kind in der Krippe hat heute noch eine besondere Strahlkraft in unserem Leben. Es kann jedes Jahr zu unserer persönlichen Sternstunde werden. Spätestens wenn wir nach den Anstrengungen am Christfest mit unseren Liebsten zusammenkommen und die Geburt Jesu für die Welt feiern.
Mit diesem kleinen Menschen fängt Veränderung in der Welt an. Genau deswegen nehme ich die Vorbereitungen der Adventszeit gerne auf mich. Am Ende wartet eine Sternstunde auf mich und auf Sie. Die Geburt Jesu.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete
Advents- und Weihnachtszeit und schöne erste Tage im neuen Jahr!
Möge der Weihnachtsstern auch im neuen Jahr hell für Sie strahlen.

Pastorin Taalke von Blumröder